Übertragungsgeschwindigkeit
Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit im GPRS-Netz beträgt theoretisch 171,2 kBit/s. Die auf dem Markt verfügbaren Geräte bieten eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 85,6 kBit/s. In der Praxis zeigt sich, dass eher Werte um 50 kBit/s erreicht werden, was einer durchschnittlichen Übertragungsgeschwindigkeit eines analogen 56k Modems entspricht.
Wichtige Parameter bei der Vertragswahl
Bei der Wahl eines Providers und des GPRS-Tarifes sollte man folgende Daten unbedingt miteinander vergleichen:
- Grundgebühr pro Monat mit GPRS
- Inklusivvolumen (1 MB, 5 MB,...)
- Blockbildung (1 kByte, 10kByte,...)
- Abrechnungszeitraum (z.B. 24 h)
Grundgebühr und das monatiliche Inklusivvolumnen wird jeder Kunde bei der Providerwahl beachten. Wichtig ist aber auch die Tarifeinheit für GPRS. Da im GPRS-Netz üblicherweise keine Verbindungszeiten abgerechnet werden, werden hier die übertragenen Bytes gezählt. Die verwendete Abrechnungseinheit ist die Blockbildungseinheit. Hier sind in aktuellen Verträgen Blockgrößen von einem Kilobyte üblich, früher waren hier Blockgrößen von 100 Kilobyte üblich. Das heißt für den Kunden, dass pro Einwahl ins GPRS-Netz auch bei einer geringen Datenübertragung immer ein kompletter Block abgerechnet wird. Das kann bei einer Blockbildung von 100 kByte schnell eine unangenehme Rechnung zur Folge haben.
Wo ist Vorsicht geboten?
Es gibt natürlich auch Anwendungsfälle, in denen GPRS nicht das Mittel der Wahl ist, um Daten zu übertragen:
- Bei dauerhafter Übertragung großer Datenmengen.
- Bei Bedarf an dauerhaft großer Bandbreite.
- Bei Protokollen mit kritischem Timing.
Wo ist der Einsatz von GPRS besonders interessant?
Eine kleine Zusammenfassung:
- Wo eine Standleitung benötigt wird.
- Wo eine Mietleitung oder Festnetz zu teuer wäre, weil „mitten im Nirgendwo“.
- Wo hohe Verbindungskosten ins Ausland anfallen.
- Wo viele Geräte nacheinander/gleichzeitig abgefragt werden müssen.
- Wo oft kleine Datenmengen übertragen werden müssen.